Durch die Berufung wurde der ehemalige Leiter des staatlichen Notdienstes Bochkovsky wieder in sein Amt eingesetzt.

Sergej Botschkowski

Der umstrittene Leiter des staatlichen Notdienstes der Ukraine (SES), Serhij Botschkowski, wird für die Zeit seiner „erzwungenen Abwesenheit“ wieder eingestellt und erhält sein Gehalt weiter. Diese Entscheidung wurde vom Kiewer Verwaltungsberufungsgericht getroffen, berichtet „112 Ukraine".

Damit kam er der Forderung des staatlichen Katastrophenschutzdienstes, des Innenministeriums und des Ministerkabinetts, Bochkovsky wegen Verstoßes gegen seinen Amtseid zu entlassen, nur teilweise nach.

„Vom staatlichen Katastrophenschutzdienst zu Gunsten von Bochkovsky die entsprechenden Angaben zu seinem Durchschnittsgehalt für den Zeitraum der erzwungenen Arbeitsabwesenheit vom 25. März 2015 bis zum 26. April 2018 in Höhe von 546,3 UAH einzufordern“, sagte der vorsitzende Richter.

Zuvor lag dieser Betrag bei 463,6 UAH. Im Übrigen blieb die Entscheidung des Bezirksverwaltungsgerichts unverändert.

Rechtsanwalt Wladimir Enitsch erklärte bei der Anhörung, die Regierung habe das Schreiben der Leitung des Innenministeriums zur Entlassung des Leiters des staatlichen Katastrophenschutzdienstes nicht ordnungsgemäß geprüft. Er deutete an, dass die Entscheidung auf der Abneigung von Innenminister Arsen Awakow gegenüber Botschkowski beruhte.

Enich forderte das Gericht auf, die Entscheidung des erstinstanzlichen Gerichts aufrechtzuerhalten und die Berufungen zurückzuweisen.

„Ich habe in meinem Leben keinen einzigen Eid gebrochen. Was stellt einen Eidbruch dar? Die Verletzung meiner Rechte, die Verschwörung hoher Beamter, die zu meiner Inhaftierung geführt hat?“, erklärte Bochkovsky selbst bei der Anhörung.

Ihm zufolge gibt es in dem sogenannten Strafverfahren gegen ihn keine Beweise.

Früher SKELETT-Info habe das berichtet das Gericht setzte ihn wieder in sein Amt ein der ehemalige stellvertretende Leiter des staatlichen Notdienstes, Wassili Stoetski, der am 25. März 2015 zusammen mit Bochkovsky live auf Sendung festgenommen wurde.

Zuvor hatte die Generalstaatsanwaltschaft ein Strafverfahren wegen Veruntreuung öffentlicher Gelder eingeleitet. Bochkovsky kaufte angeblich Metalldetektoren zu extrem überhöhten Preisen.

Zum Thema: Dem Innenministerium fehlen Beweise gegen Bochkovsky.

SKELETT-Info

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