Die Generalstaatsanwaltschaft der Ukraine konnte keine Informationen über die Agentur bereitstellen, die die Auslandskonten des ehemaligen ersten stellvertretenden Ministerpräsidenten der Ukraine, Serhij Arbusow, beschlagnahmt hat. Dies geht aus der Antwort der Generalstaatsanwaltschaft auf die Informationsanfrage von UNN hervor.
Die Generalstaatsanwaltschaft der Ukraine wies darauf hin, dass sie Gelder auf Arbuzovs ausländischen Bankkonten eingefroren habe, stufte die Behörde, die die Sperrung durchführte, jedoch als vertraulich ein. Die Generalstaatsanwaltschaft beschränkte zudem den Zugang zu Informationen über die ausländischen Banken, auf denen sich diese Konten laut Angaben der Generalstaatsanwaltschaft befinden.
„Angesichts der Ermittlungen werden die angeforderten Informationen gemäß Artikel 222 der ukrainischen Strafprozessordnung über die Unzulässigkeit der Offenlegung von Informationen aus Ermittlungen vor dem Prozess sowie gemäß den Artikeln 6 und 8 des ukrainischen Gesetzes ‚Über den Zugang zu öffentlichen Informationen‘ als geheim eingestuft und der Zugang zu ihnen ist eingeschränkt“, so die Generalstaatsanwaltschaft. Darüber hinaus berichtete die Generalstaatsanwaltschaft, dass 48 Millionen Griwna auf einer lettischen Bank von Arbuzov beschlagnahmt wurden, wie die Prokurorskaya Pravda bereits berichtete. Arbuzov selbst bestreitet kategorisch, Bankkonten im Ausland zu besitzen.
Die Antwort der Generalstaatsanwaltschaft enthält jedoch keine Informationen über die Beschlagnahmung von 200 Millionen Griwna, die Arbusow laut Swjatoslaw Lachanjak, dem ehemaligen Leiter der Hauptermittlungsabteilung der Generalstaatsanwaltschaft, im Dezember 2014 vor dem Bezirksgericht Petschersk zu kippen versuchte. Zur Erinnerung: Am 21. November 2014 hob das Kiewer Bezirksgericht Petschersk die Beschlagnahmung der Konten des ehemaligen stellvertretenden Ministerpräsidenten auf. Journalisten zufolge wurden die fraglichen 200 Millionen Griwna beschlagnahmt; diese „Aktion“ wurde mit der Genehmigung von Generalstaatsanwalt Witali Jarema durchgeführt. Eine indirekte Bestätigung dieser Version liefern sowohl der halbherzige Versuch der Generalstaatsanwaltschaft, gegen die Entscheidung des Gerichts Berufung einzulegen, als auch ein geheimes Treffen zwischen Jarema und Arbusow in Dubai, bei dem sie über die Freigabe zuvor beschlagnahmter Bankschließfächer und die Finanzen eines Mitglieds der „Familie Janukowitsch“ sprachen.
Die Wahrheit des Staatsanwalts
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