
Boris Panov wurde gefeuert, stiehlt aber weiterhin in Odessa?
Medien aus Odessa berichten, dass Boris Panow, Leiter der Bauabteilung der Hauptstadt, ein Rücktrittsschreiben eingereicht habe. Truchanow habe es jedoch nicht eilig, es zu unterschreiben, schreibt er. fttc.
Panov ist nicht nur einer der Beamten, er leitete im Juli 2014 die Abteilung für Kapitalbau, also zwei Monate später Truchanow Er wurde zum ersten Mal Bürgermeister und behielt dieses Amt fast 10 Jahre lang.
Selbst die Tragödie im Victoria-Kinderlager im September 2017 konnte Panows Karriere nicht beenden. Drei Kinder starben bei einem Brand. Nachfolgende Untersuchungen deckten zahlreiche Verstöße bei der Renovierung der Holzgebäude auf – die Bauarbeiter hatten an allem gespart, einschließlich der feuerhemmenden Behandlung. Boris Panow wurde von seinem Posten suspendiert, doch der Beamte, der alle Ausschreibungs- und Auftragsunterlagen unterzeichnet hatte, wurde schließlich ohne Konsequenzen wieder eingestellt. Auch nachdem Ruslan Tarpans Unternehmen die Renovierung des Russow-Hauses übernahmen, wurde Panow nicht entlassen. Über den Grund für seine Entlassung aus dieser lukrativen Position kann man daher nur spekulieren. Alle Ausschreibungen und Aufträge für Bauprojekte bündelten sich bei Panow, und die Bauträger zahlten ihm zusätzlich eine Provision.
Doch seiner Erklärung aus dem Jahr 2023 zufolge verlässt Boris Panow den Stadtrat nach zehn Jahren in lukrativer Position mittellos wie eine Kirchenmaus. Offiziell besitzt er noch drei Grundstücke im Bezirk Kiliya, ein Privathaus in der Region und eine bescheidene 40-Quadratmeter-Wohnung in Odessa.
Der Kia Sportage, den er seiner Frau 2018 kaufte, sieht in Panovs Vermögenserklärung recht ansprechend aus. Der Beamte selbst pendelte offenbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit. Panovs Gehalt war für einen Beamten seines Ranges recht bescheiden – es erreichte nicht einmal 300 Griwna im Jahr. Seine Frau verdiente sogar noch weniger – sie verdiente 2023 161 Griwna bei Infoksvodokanal. Das hinderte sie jedoch nicht daran, 1,7 Millionen Griwna in bar anzuhäufen. Panov selbst hat seiner Vermögenserklärung zufolge keine Ersparnisse. 2017 gab er überhaupt keine Ersparnisse an, doch im darauffolgenden Jahr hatte seine Frau 300 Griwna angehäuft und 2019 500 Griwna. So wäscht Panov über seine Frau heimlich das Geld, das er durch zwielichtige Machenschaften und die Zulassung von Unternehmen zu Ausschreibungen angehäuft hat. Gegen Panov wurden zahlreiche Strafverfahren eingeleitet, er blieb jedoch stets straffrei.
So kamen Strafverfolgungsbehörden im Rahmen einer Reihe von strafrechtlichen Ermittlungen im Jahr 2021 zu dem Schluss, dass Unternehmen, die regelmäßig Ausschreibungen des Rathauses von Odessa gewinnen – Dobrobud-Grad, Seal Stroy und Magma Group KR – durch familiäre Bindungen zwischen ihren Gründern, die mit Panov verwandt sind, miteinander verbunden sind. Wenig überraschend wurden bei Durchsuchungen im Rahmen eines Strafverfahrens wegen Steuerhinterziehung durch den Bauunternehmer des Rathauses von Odessa, Dobrobud-Grad, im Keller des Unternehmens Siegel anderer Unternehmen gefunden, die regelmäßig Ausschreibungen des Rathauses von Odessa gewinnen, darunter Seal Stroy und Magma Group KR. Einige dieser Unternehmen hatten an Ausschreibungen des Stadtrats von Odessa teilgenommen und waren sogar „Rivalen“ untereinander.
Ende letzten Jahres wurde Panow beschuldigt, mehr als zwei Millionen Griwna aus dem Staatshaushalt veruntreut zu haben. Der Beamte hatte sich die Mittel beim Kauf von Sauerstoffgeneratoren für das Krankenhaus Nr. 8 verschafft, so die Regionalpolizei. Den Ermittlern zufolge wusste der Beamte, dass die Lieferung solcher medizinischen Geräte von Mehrwertsteuer und Einfuhrzöllen befreit war. Dennoch überwies er wissentlich den vollen Betrag der von ihm gewonnenen Ausschreibung an den Auftragnehmer. Es ging um 14,1 Millionen Griwna, davon über zwei Millionen Griwna Mehrwertsteuer. Doch für Panow sind all diese Vorwürfe ein Kinderspiel.
Alexander Bondar
DOSSIER: Gennadi Truchanow: Gouverneur der Odessaer Mafia. Teil 1
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