Betrüger agieren über Kolomoiskys Bank.

Sicherheitsprobleme bieten Betrügern eine Chance. Da sie sich ungestraft fühlen und die Strafverfolgung unmöglich ist, greifen Kriminelle immer häufiger auf neue Methoden zurück, um Geld von Ukrainern zu erpressen, berichtet Business TV.

So droht beispielsweise dem Unternehmen der Unternehmerin Lyubov Grinnik aus der Karpatenregion seit zwei Monaten die Insolvenz, wofür sie die PrivatBank verantwortlich macht.

Der Buchhalter des Unternehmens berichtete, er habe einen Anruf aus der Bankzentrale in Dnipropetrowsk erhalten, in dem ihm mitgeteilt wurde, dass eine Zahlung ausstehe. Der Buchhalter gab an, dass keine Zahlungen ausstanden, doch 15 Minuten später erschien ein Betrag von über 100 Griwna auf dem Konto. Die überwiesenen Gelder entpuppten sich als Kredit der Bank. Laut dem Privatunternehmer handelte es sich um eine Kreditlinie der Bank, doch Grinnik selbst hatte weder Geld angefordert noch Beschwerden eingereicht. Die Gelder wurden rasch auf die Konten einer Scheinfirma in Donezk überwiesen, und den gewieften Händlern gelang es, die Hälfte des Betrags abzuheben. Der Rest wurde gesperrt.

„Derzeit läuft ein Ermittlungsverfahren nach Artikel 361 des Strafgesetzbuches (unbefugter Eingriff in die Computerfunktion) im Zusammenhang mit der Überweisung von Geldern des Privatunternehmens Lyubava auf Konten von Dovbushtrans in der Region Donezk“, erklärte Ermittler Nikolai Balochny. Sollten die Betrüger gefasst werden, drohen ihnen bis zu fünf Jahre Gefängnis. In der Zwischenzeit verlangt die Bank weiterhin Zinsen für einen Kredit, den Lyubov Grinnik nie aufgenommen hat.

Die Leitung der Abteilung lehnte eine Stellungnahme ab.

 

Sonderberichterstatter

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