Abgeordnete wollen Gesetz zur Sperrung „unbequemer“ Medien verabschieden

MeinungsfreiheitDie Werchowna Rada könnte ein Gesetz verabschieden, das die Arbeit ukrainischer Medien einschränkt, die im Verdacht stehen, „terroristische Aktivitäten“ zu unterstützen. Dies kündigte Serhij Tomilenko, Vorsitzender des Nationalen Journalistenverbands der Ukraine, auf seiner Facebook-Seite an. Facebook.

„Im Parlament gibt es einen weiteren Angriff auf die ukrainischen Medien. Unter dem Slogan ‚Schutz des Informationsraums‘ schlagen sie vor, ein Gesetz zu verabschieden, das Sanktionen rechtfertigen würde – die Sperrung ukrainischer Fernsehsender“, schrieb er.

Tomilenko merkte außerdem an: „Während die Gesellschaft dieses Gesetz im August 2014 als natürlichen Weg zum Schutz der Ukraine vor der Aggression eines ‚ausländischen Staates‘ unterstützte, verwandeln die Abgeordneten die Sanktionen heute in ein Mittel zum Schutz ihrer politischen Interessen und in eine Waffe gegen Ukrainer, die die Regierung kritisieren!“

Am 7. November haben mehrere Abgeordnete des Petro-Poroschenko-Blocks und der Volksfront einen Gesetzentwurf eingebracht, der die Definition „terroristischer Aktivitäten“ präzisiert. Der Gesetzentwurf sieht außerdem vor, der Werchowna Rada die alleinige Befugnis zu erteilen, beim Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrat eine Petition zur Verhängung und Änderung von Sanktionen gegen ukrainische Medien einzureichen.

Es wird vorgeschlagen, festzulegen, dass „terroristische Aktivitäten“ auch „die Bereitstellung oder die Teilnahme an der Bereitstellung finanzieller oder logistischer Unterstützung oder Informationsunterstützung (die Erstellung und Verbreitung von Informationen, die terroristische Organisationen unterstützen, fördern, popularisieren oder positiv darstellen) umfassen sollen.“ Dies gilt auch für die Bereitstellung ähnlicher Unterstützung für „illegale bewaffnete Gruppen und andere Einheiten, die terroristische Aktivitäten, die Besetzung ukrainischen Territoriums oder bewaffnete Aggressionen gegen die Ukraine durchführen, daran teilnehmen oder diese erleichtern.“

Tomilenko betonte, dass die ukrainischen Medien bei einer so vagen Definition von „terroristischer Aktivität“ als „Komplizen von Terroristen“ abgestempelt werden könnten. „Jetzt nutzen die Abgeordneten Sanktionen (gegen die Medien) als Mittel zum Schutz ihrer politischen Interessen“, fügte er hinzu.

Früher SKELETT-Info berichteten, dass Aktivisten, darunter Kämpfer der "Vereinigung der Freiwilligen", protestierte gegen die Aktivitäten des Unternehmens- das Tabakmonopol Tedis Ukraine, dessen Eigentümer die LPR/DPR-Militanten finanzieren.

Zum Thema: Murajews „Nash“, der Neustart von TVi und das Projekt Stolar-Galanternik. In Kürze starten in der Ukraine drei Fernsehsender.

SKELETT-Info

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