Der ehemalige Bürgermeister von Kiew, Oleksandr Omelchenko, erklärte in einem Interview mit Glavkom, dass der derzeitige Chefarchitekt von Kiew, Serhiy Tselovalnik, für eine schlecht durchdachte und chaotische Entwicklung der Hauptstadt verantwortlich sei, und schlug vor, ihm sein Diplom zu entziehen.
Omeltschenko nannte als Beispiel die zahlreichen Hochhäuser im Bezirk Schuljawka, wo sich zahlreiche Gebäude aus der Chruschtschow-Ära befinden. Infolgedessen sei die Bevölkerung des Gebiets exponentiell gewachsen, die Zahl der städtischen Angestellten jedoch nicht. Laut dem ehemaligen Bürgermeister müsse die Entwicklung in Gebieten mit Gebäuden aus der Chruschtschow-Ära geplant werden: Die Bewohner der Gebäude aus der Chruschtschow-Ära sollten in neue Wohnungen umgesiedelt und an ihrer Stelle neue Gebäude errichtet werden.
Der Chefarchitekt der Hauptstadt und seine Mitarbeiter tragen nun die volle Verantwortung für die Entwicklung Kiews. Laut Omeltschenko waren Neubauten bisher ohne die Genehmigung der Bezirksverwaltungen nicht möglich. Nach der Abschaffung der Bezirksräte begeht der Chefarchitekt nun „rechtswidrige Handlungen und sollte sein Diplom entzogen bekommen“.
Als Grund für die chaotische Entwicklung der Hauptstadt nannte Omelchenko auch den Verlust des führenden Bauträgers Kyivmiskbud in den letzten Jahren. Zuvor hatte dieses Unternehmen eine Million Quadratmeter Wohnraum geliefert. Heute liefert Kyivmiskbud 200 bis 300 Quadratmeter, während alle anderen Bauträger rund eine Million Quadratmeter liefern.
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