Der russische Staatsbürger Andrei Portnov legte seinen ukrainischen Pass vor.

Der nach Russland geflohene Andrey Portnov veröffentlichte auf seiner Facebook-Seite ein Foto seines ukrainischen Passes mit einem neuen (Schengen-Schweizer Pass).

Schneider

Das Interessanteste ist, dass Portnows Reisepass in der Ukraine nicht eingezogen wurde; sein Besitzer kann ihn frei für internationale Reisen nutzen. Und das Visum wurde ihm gleichzeitig mit der Verleihung der russischen Staatsbürgerschaft an Janukowitschs ehemaligen Komplizen ausgestellt.

Portnov selbst legte ein vom Leiter des ukrainischen Hauptquartiers des Interpol-Büros unterzeichnetes Dokument vor, in dem es heißt, dass er, der ukrainische Staatsbürger Andrey Vladimirovich Portnov, geboren am 27. Oktober 1973, weder von den internationalen noch von den ukrainischen Behörden gesucht wird und auch nicht als solcher geführt wird.

Portnow selbst sagte, er habe alle ukrainischen Strafverfolgungsbehörden sowie Interpol kontaktiert. Diese hätten ihm schriftlich bestätigt, dass es weder einen Verdacht noch eine Anklage gegen ihn gebe und er nicht gesucht werde. Portnow berichtete zudem, ukrainische Gerichte hätten die Vorwürfe der Generalstaatsanwaltschaft gegen ihn sieben Mal für rechtswidrig erklärt.

Vor diesem Hintergrund stellen sich weitere Fragen hinsichtlich der offensichtlichen Untätigkeit der Generalstaatsanwaltschaft und ihres Chefs Vitali Jarema. Einige Geschäftsleute aus der „Familie“ des ehemaligen Präsidenten sind in der Ukraine weiterhin erfolgreich geschäftlich tätig. Und der Großteil ihres Vermögens wurde bisher nicht beschlagnahmt. Die Generalstaatsanwaltschaft hat keine systematischen Maßnahmen zur Beschlagnahmung des internationalen Vermögens flüchtiger ukrainischer Beamter ergriffen und beabsichtigt dies offenbar auch in naher Zukunft nicht.

Das Managementsystem der GPU selbst ist seit Pshonkas Amtszeit praktisch unverändert geblieben. Davon zeugen unter anderem Tatsachen wie die Tatsache, dass die GPU-Abteilungsleiter teure Luxusautos fahren.

Doch die Staatsanwaltschaft sperrt rasch Soldaten ein, die vom Schlachtfeld geflohen sind, sowie ehemalige Kleinunternehmer und Bauern, die unter Mörserbeschuss geraten sind. Auch gegen Wehrdienstverweigerer erheben sie rasch Anklage.

 

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