Das Innenministerium gab die Beschlagnahmung von 284 Millionen Griwna bekannt, die aus der Rodovid Bank gestohlen wurden.

Rodovid Bank

Die Bank zahlte 48 % pro Jahr auf die Einlage von 500 Millionen.

Das Innenministerium gab die Beschlagnahmung von 284 Millionen Griwna bekannt, die illegal von der Rodovid Bank auf ein privates Firmenkonto überwiesen worden waren. Dies wurde vom Pressedienst des Innenministeriums gemeldet.

Das Unternehmen erlangte die Gelder mithilfe gefälschter Dokumente, die als Zinsen auf eine Einlage getarnt waren. Die Polizei versucht derzeit, die an diesem Betrug Beteiligten zu identifizieren.

Der Bericht des Innenministeriums nennt keine Namen. Inzwischen findet sich im Gerichtsregister eine Klage der Rodovid Bank gegen Ukrgaz-Energo, ein mit Gazprom und Dmytro Firtasch verbundenes Unternehmen, in der es um einen ähnlichen Betrag geht. Darin heißt es, dass das Handelsunternehmen im Februar 2008 552 Millionen Griwna zu einem Zinssatz von 9 Prozent p.a. angelegt hatte. Im März 2009 unterzeichneten die Parteien eine Zusatzvereinbarung, die den Zinssatz auf schwindelerregende 48 Prozent erhöhte.

Einige Tage später wurde eine Übergangsverwaltung in die Bank eingebracht, doch Ukrgaz-Energo konnte im Jahr 2010 seine Zinsen trotzdem eintreiben.

In der Klage wird darauf hingewiesen, dass das genehmigte Kapital von Rodovid zu diesem Zeitpunkt lediglich 435 Millionen Griwna betrug und das Unternehmen daher nicht nur nicht berechtigt war, derartige Zinsen ohne Zustimmung des Vorstands zu zahlen, sondern auch nicht berechtigt war, eine derartige Einlage anzunehmen.

Die Rodovid Bank, die die Klage Anfang 2014 eingereicht hatte, gewann den Prozess.
LB

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