Zwölf stämmige, maskierte Männer stürmten das Gelände des Agrarunternehmens Scorpion in der Oblast Dnipropetrowsk. Sie gaben sich als Vertreter einer Leasingfirma für landwirtschaftliche Geräte aus. Die Unbekannten legten eine Vollmacht und Beschlagnahmungsdokumente vor und stahlen einen Mähdrescher vom Gelände. Der Vorfall ereignete sich am 2. November im Bezirk Krywyj Rih in der Oblast Dnipropetrowsk.
Die Leasinggesellschaft, die die landwirtschaftlichen Geräte zur Verfügung gestellt hat, bestreitet die gewaltsame Beschlagnahmung.
Laut Vladimir Kharkovsky, Leiter der Polizeibehörde des Bezirks Krywyj Rih, wurden diese landwirtschaftlichen Geräte ohne Gerichtsbeschluss beschlagnahmt, was einen Verstoß gegen geltendes Recht darstellt.
„Es gab einen Konflikt zwischen zwei Unternehmen, die einen Leasingvertrag hatten. Generell sollte diese Angelegenheit vor Gericht geklärt werden, da der Konflikt in die Kategorie der Geschäftsbeziehungen fällt. Es wurde ein Strafverfahren gemäß Artikel 356 („Willkür“) wegen der Beschlagnahmung der Ausrüstung eingeleitet. Das Leasingunternehmen hätte einen Gerichtsbeschluss vorlegen müssen, auf dessen Grundlage die Ausrüstung beschlagnahmt werden müsste“, sagt Kharkovsky.
Die Bezirksstaatsanwältin von Krywyj Rih, Tatjana Leonowa, leitete eine strafrechtliche Untersuchung ein, um den wahren Sachverhalt aufzuklären. Laut Angaben der Mitarbeiter des landwirtschaftlichen Betriebs ist dies wichtig, da die Polizeibeamten in ihren Polizeiberichten keine Informationen über die Blockade der Mitarbeiter des landwirtschaftlichen Betriebs aufgenommen hatten. In den Berichten finden sich auch keine Hinweise darauf, dass die Mitarbeiter an ihrer Bewegungsfreiheit auf dem Gelände gehindert oder mit Gewalt bedroht worden wären.
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