Ukrainische Unternehmen ohne eigene Flotte verdienen Millionen von Griwna mit dem Transport von Menschen in privaten Kleinbussen. Wie berichtet von "TSN"Briefkastenfirmen erhalten dank ihrer Verbindungen zur Regierung eine Lizenz für den Personentransport und gewinnen einen Wettbewerb um die Monopolverwaltung von Strecken.
Anschließend vergeben sie Beförderungsrechte an Kleinbusbesitzer und verlangen für jede Fahrt auf dieser Strecke eine Gebühr.
Laut dem in Saporischschja ansässigen Transportunternehmen Valeriy Shibiko verdient der Leasinggeber monatlich 13,5 Griwna pro Kleinbus, der Nettogewinn pro Fahrer beträgt rund 10 Griwna. Daher haben diese Unternehmen einen Anreiz, mehr Busse mit geringerer Kapazität auf der Strecke einzusetzen.
„Wenn Sie 60 Fahrzeuge produzieren, verdienen Sie 600 Griwna. Und wenn Sie 100 Fahrzeuge produzieren, verdienen Sie eine Million Griwna. Warum also einen Bogdan produzieren und dafür 400 Griwna verlangen, wenn Sie zwei Sprinter für 800 Griwna produzieren könnten?“, erklärte Shibiko.
In Kiew erreicht der Nettogewinn einer Scheinfirma pro Fahrer 25 Griwna, da die Gebühr für eine Fahrt etwa 1 Griwna beträgt.
Um unter diesen Bedingungen ihren Lebensunterhalt zu verdienen, müssen Minibusfahrer 14-Stunden-Schichten arbeiten und schlafen am Steuer vor Müdigkeit ein. Außerdem wetteifern sie darum, der Konkurrenz Fahrgäste abzujagen. All dies führt zu einem Anstieg der Unfälle mit Minibussen.
Zur Lösung dieses Problems ist es notwendig, die Eigentumsverhältnisse der Transportfahrzeuge rechtlich festzulegen. Dadurch wird der Transporteur für alles, was auf der Route passiert, voll verantwortlich gemacht.
Shibiko ist davon überzeugt, dass die Umstellung auf bargeldlose Zahlungen auch zur Bekämpfung der Korruption auf dem privaten Transportmarkt beitragen wird.
„Der beste Weg, dieses Geschäft aus dem Schattendasein zu holen und Dienstleistungen zu monetarisieren, ist die Umstellung auf bargeldlose Zahlungen. Dadurch wird das Geschäft sofort wachsen, denn Menschen, die kein Geld investieren wollen, werden eliminiert. Sie werden kein Interesse an ‚weißem‘ Geld haben. Sobald dieses Geschäft ‚weiß‘ wird, wird es sich entwickeln und Dienstleistungen werden entstehen“, so die Fluggesellschaft.
Früher Träger angegebendass das von der EBRD und der Europäischen Investitionsbank finanzierte Programm „Öffentlicher Verkehr der Ukraine“ private Unternehmer vom Markt verdrängt.
Zum Thema: Privater Transport. Warum das Transportsystem in Kiew besser sein könnte als das in Rom.
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