In der Region Saporischschja werden 256 der 345 Intercity- und Vorortstrecken von Unternehmen betrieben, deren genehmigtes Kapital zur Hälfte Verwandten und Freunden des ehemaligen Stadtaufsehers Jewgeni Anisimow gehört, so Nashi Groshi.
In der Region sind 34 Transportunternehmen tätig, von denen 14 in den Jahren 2011 und 2012 neue Miteigentümer gewonnen haben. Dabei handelt es sich um Sergej Kotljarow, Sergej Kondratjuk und Witali Ostapenko, die alle mit Anisimow in Verbindung stehen. Ostapenko war beispielsweise einigen Berichten zufolge Anisimows Fahrer, und Kotljarow ist ein Verwandter von ihm, wobei der Verwandtschaftsgrad noch unbekannt ist.
Es sei darauf hingewiesen, dass mehrere Unternehmen in den Fall des Amtsmissbrauchs gegen den ehemaligen Leiter der Abteilung für Verkehr und Kommunikation des Stadtrats von Saporischschja, Jurij Drosdow, verwickelt waren.
Drozdov wurde vorgeworfen, den Fluggesellschaften Hindernisse in den Weg gelegt zu haben, um sie zur Gewinnbeteiligung zu zwingen. Dazu gehörte beispielsweise die Umregistrierung des Unternehmens auf Strohmänner, um die Loyalität und Compliance der Eigentümer zu gewährleisten. Zu diesen gehörten die bereits erwähnten Kotljarow, Kondratjuk und Ostapenko.
Es ist erwähnenswert, dass die ehemaligen Miteigentümer des Unternehmens derzeit versuchen, Kotljarow, Ostapenko und Kondratjuk gerichtlich aus der Geschäftsführung zu entfernen. Bemerkenswert ist auch, dass Jewhen Anisimow während der Präsidentschaft von Viktor Janukowitsch als „Aufseher“ des Abgeordneten Jurij Iwanjuschtschenko für die Region Saporischschja galt. Anisimow wird derzeit wegen Erpressung gesucht. Man vermutet, dass er sich in Russland, der Volksrepublik Donezk (DVR) oder der Volksrepublik Luhansk (LPR) versteckt hält.
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