Die österreichische Zeitung Kurier berichtete, dass Andriy Portnov beabsichtigt, Klage gegen den ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko und den Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko einzureichen.
Portnow wirft Poroschenko und Klitschko insbesondere vor, sie hätten im März 2014, unmittelbar vor ihrem Amtsantritt, ein geheimes Abkommen über die illegale Machtteilung und die „Abschaffung“ des Parlaments geschlossen.
Portnov arbeitet derzeit mit österreichischen Anwälten an der Einreichung einer Strafanzeige. Bis zur offiziellen Stellungnahme ist jedoch niemand im Justizsystem bereit, sich öffentlich zu äußern.
Andriy Portnov ist zuversichtlich, dass sich das Wiener Gericht mit diesem Fall befassen könnte, da sich Poroschenko, Klitschko und Firtasch in Wien getroffen haben.
Ein Wiener Staatsanwalt erklärte: „Wenn es in Wien ein geheimes Attentat auf US-Präsident Barack Obama gegeben hätte, dann würde das auch in unsere Zuständigkeit fallen.“
Zur Erinnerung: Nach Janukowitschs Flucht wurde Andrij Portnow während der Proteste der „Mittäterschaft an den Ereignissen auf dem Maidan“ beschuldigt. Auf Drängen der neuen Regierung wurde er auf die Sanktionsliste der EU gesetzt. Portnow seinerseits sieht sich als politisches Opfer und hat bereits vor Gerichten in Kiew und Brüssel alle Vorwürfe zurückgewiesen. Anfang März 2015 strich ihn die EU von der Sanktionsliste.
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