Korruption ist in der Ukraine weiterhin weit verbreitet, und – was am tragischsten ist – sogar hochrangige Beamte der Generalstaatsanwaltschaft sind darin verwickelt. Heute sprechen wir über Serhij Serdjuk, der für die Schmuggelaktivitäten der Generalstaatsanwaltschaft „verantwortlich“ ist. Obwohl er letztes Jahr offiziell aus dieser Regierungsbehörde entlassen wurde, bezieht Serdjuk dort übrigens weiterhin sein offizielles Gehalt. Warum, frage ich mich?
Lassen Sie uns nun die schmutzigen Machenschaften der Schmugglerbande Serdyuk-Aminev aufdecken, schreibt Korrosionsschutz.
Wer ist Sergey Serdyuk?
Inoffiziell gilt Serdjuk als einer der bekanntesten Schmuggler des Landes. Im Januar letzten Jahres ergatterte er eine lukrative Position, die ihm viele Türen öffnete und ihm mehr Möglichkeiten für Zollvergehen bot. Er wurde zum Staatsanwalt der ukrainischen Generalstaatsanwaltschaft ernannt.
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Dies gefiel übrigens vielen nicht, da dieser Mann bereits in aufsehenerregende Korruptionsskandale verwickelt war. Sobald Gerüchte über seine mögliche Ernennung aufkamen, warnte der Abgeordnete Wolodymyr Parasjuk, Serdjuk habe weder Ehre noch Gewissen. Man könne ihn nicht einmal als anständig bezeichnen. Der Abgeordnete warnte, sollte man diesem Mann die Macht geben, würde er die Kontrolle über den gesamten Zoll übernehmen und Chaos anrichten, von Erpressung und Nötigung bis hin zu allerlei Komplotten und Strafverfolgungen gegen diejenigen, die ihm missfielen.
Während seines Jahres bei der Generalstaatsanwaltschaft verdiente Serhij Serdjuk fast 353.000 Griwna. So viel steht zumindest auf seiner Gehaltsliste. Jeder versteht, dass das nur ein Hungerlohn ist, der nur für die Erklärung geeignet ist. Im ersten Quartal dieses Jahres verdiente er fast 94.000 Griwna. Und nun ein interessantes Detail: Die Pressesprecherin der Generalstaatsanwaltschaft, Larisa Sargan, berichtete, Serdjuk sei am 17. Februar entlassen worden. Wenn man sein Einkommen jedoch auf monatlicher Basis aufschlüsselt, stellt man fest, dass sein Gehalt auch im März angefallen ist.
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Dann kamen interessante Details ans Licht. Die Tatsache, dass die gesamte Abteilung, einschließlich Sergejs Stelle, gekürzt wurde, bedeutete nicht, dass er offiziell entlassen wurde. Es stellte sich heraus, dass der Staatsanwalt auf die Stelle der Generalstaatsanwaltschaft versetzt worden war, sodass sein Gehalt weiterhin auf Kosten der Steuerzahler floss. Mit anderen Worten: Er bleibt ein aktiver Staatsanwalt. Dies enthüllte ein ehemaliger Mitarbeiter der Behörde.
Kürzlich berichtete Larisa Sargan auf ihrer Facebook-Seite, dass Serdjuk nach seiner Entlassung plötzlich „erkrankt“ sei. Während seines endlosen Krankenstands konnte er kein einziges Dokument vorlegen, das dies belegte. Der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft wies darauf hin, dass das Gesetz die Dauer des Krankenstands leider nicht beschränke.
Kriminelle Machenschaften: Die Serdyuk-Aminev-Verbindung
Weiter geht's. Serdjuk wird verdächtigt, Denis Aminew bei seinen Schmuggelaktivitäten unterstützt zu haben. Der Schmuggler aus Odessa war bereits in mehrere fragwürdige Geschäfte verwickelt. Diesmal wurde Aminew sogar zu einer 60-tägigen Haftstrafe wegen groß angelegten Schmuggels verurteilt. Zur Erinnerung: In diesem Monat wurden beim Zoll in Odessa 37 Container beschlagnahmt.
Da Serdjuk weiterhin bei der Generalstaatsanwaltschaft angestellt ist, wurde sein Fall an das Nationale Antikorruptionsbüro der Ukraine (NABU) weitergeleitet. Wie zahlreiche Online-Quellen berichten, könnte die Verbindung zwischen Serdjuk und Aminjew der Führung der Generalstaatsanwaltschaft noch immer erhebliche Schwierigkeiten bereiten.
Am 22. August teilte die Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft, Larisa Sargan, auf ihrer Facebook-Seite mehrere interessante Fakten mit und enthüllte sie sogar. Erstens veröffentlichte sie Filmmaterial, das anschaulich den Diebstahl von Waren am Zoll in Odessa außerhalb der Öffnungszeiten und direkt unter Überwachungskameras zeigte. Zweitens teilte sie eine Erklärung von Jurij Luzenko, in der er Durchsuchungen in 315 Lagerhäusern ankündigte, in denen illegale Waren im Wert von rund 150 Millionen Dollar gefunden wurden.
Zuvor hatte die Süddeutsche Zeitung die Ergebnisse einer eigenen Studie veröffentlicht, der zufolge die Verluste durch Zollkorruption in der Ukraine jährlich fast fünf Milliarden Dollar betragen. Man muss sich diese Zahlen nur einmal vorstellen. Es ist schwer vorstellbar, wie viel Schmuggler wie Aminew und Serdjuk verdienen. Die Analyse wurde übrigens nur in zwei Städten durchgeführt – Kiew und Odessa. Was an anderen Zollposten vor sich geht, lässt sich nur erahnen.
Deutsche Journalisten glauben, dass die Korruptionsmaschen auf gefälschten Produktdeklarationen basieren. Anders ausgedrückt: Die in den Frachtpapieren aufgeführten Waren stimmen nicht mit dem tatsächlichen, billigen Inhalt überein. Ganz einfach. Wie man sich vorstellen kann, bedarf es dafür der Hilfe von Regierungsbeamten, die den Papierkram erledigen. Genau diese Funktion hat Serhij Serdjuk übernommen. Und nicht nur Zollbeamte sind hier verwickelt, sondern auch der SBU, die Polizei, die Generalstaatsanwaltschaft und der staatliche Grenzschutz. Kurz gesagt: Es ist eine ziemliche Sammlung.
Die Finanzermittlungsabteilung des Büros für Großsteuerzahler des staatlichen Finanzdienstes deckte bei der Zollabfertigung importierter Waren in Odessa ein System auf, in das Scheinfirmen verwickelt waren. Dies berichtete die Zeitung „Kommentarii“ bereits im Juni. Konkret ging es um die Briefkastenfirma „Mellville“. Die Ermittler beschlagnahmten 61 Container mit Schmuggelware im Wert von bis zu 20 Millionen Rubel. Raten Sie mal, wer den gesamten „Prozess“ mithilfe von Stellvertretern kontrollierte? Genau: Serhij Serdjuk.
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Erst kürzlich wurde in Odessa erneut Schmuggelware beschlagnahmt, die laut SBU-Quellen mit Mitarbeitern der Generalstaatsanwaltschaft in Verbindung gebracht wird. Neunzehn Container mit Stoffen und anderen Gegenständen wurden beschlagnahmt. Und wieder einmal steht der bekannte Serdjuk im Mittelpunkt der Ereignisse.
Dies ist die zweite Festnahme innerhalb eines Monats. Laut derselben SBU-Quelle wird diese Festnahme den Zolloperationen der Generalstaatsanwaltschaft, die von Serhij Serdjuk geleitet wird, einen schweren Schlag versetzen. Kurz gesagt, in Odessa ist es ruhig geworden und man wartet gespannt auf die Reaktion der Generalstaatsanwaltschaft auf die aktuelle Situation. Und auch wir sind gespannt, wie diese Zollsaga ausgehen wird.
To be continued ...
Autorin: Marina Vorona
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