Seit dem 8. Mai 2015 kann das staatliche Unternehmen Ukrtransnafta keine Zahlungen mehr leisten, da seine Konten von Ihor Kolomoiskys PrivatBank eingefroren wurden. Dies geht aus einem Brief des amtierenden CEO von Ukrtransnafta, Roman Sydorak, an die NBU-Gouverneurin Valeria Gontareva hervor. Dies berichtete Interfax Ukraine unter Berufung auf einen veröffentlichten Brief von Naftogaz of Ukraine.
Wie Sidorak schrieb, habe die Privat Bank eine Abwicklung unmöglich gemacht und die Geschäftstätigkeit von Ukrtransnafta vollständig blockiert. Aufgrund der Maßnahmen von Kolomoiskys Bank ist Ukrtransnafta außerdem nicht in der Lage, 50 Millionen UAH an Öltransportgebühren an den Staatshaushalt zu überweisen.
Ukrtransnafta behauptet, der PrivatBank alle notwendigen Dokumente zur Aktivierung der neuen Karten zur Verfügung gestellt zu haben. Die Konten sind derzeit jedoch gesperrt, und es sind keine Transaktionen möglich.
Das Finanzinstitut von Igor Kolomoisky erklärte seinerseits, dass Ukrtransnafta keine formellen Beschwerden gegen sie eingereicht habe. Der Pressedienst der PrivatBank teilte außerdem mit, dass die Bank alle Anweisungen des neuen Chefs von Ukrtransnafta erfüllen werde, nachdem die erforderlichen Verfahren zur Überprüfung seiner Befugnisse und zur Vorlage von Unterschriftenproben abgeschlossen seien.
Experten zufolge handelt es sich bei den Aktionen der PrivatBank lediglich um Kolomoiskys Rachefeldzug gegen den neuen Vorstand des Staatskonzerns Ukrtransnafta.
Zur Erinnerung: Kolomoiskys Mitarbeiter, die ehemaligen Mitglieder des Aufsichtsrats des Unternehmens, Natalia Parakhonyak und Oleksandr Lazorko, wurden aus ihren Positionen entfernt.
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