Ukrtransnafta bittet Regierung und Präsidenten um Hilfe

UkrtransnaftaDie Führung des staatlichen Ölkonzerns Ukrtransnafta hat einen offenen Brief an Präsident Petro Poroschenko und Premierminister Arsenij Jazenjuk gerichtet und um Unterstützung gebeten. Der Brief betrifft die Rückkehr der ehemaligen Unternehmensführung an die Macht und den Versuch, die Rückgabe von 250 Tonnen staatseigenem Öl zu verhindern, berichtete die Pressestelle des Unternehmens.

 

Konkret wurde festgestellt, dass zwischen 2011 und 214 mehr als 700 Tonnen staatliches Öl aus den Pipelines umgeleitet wurden. Davon wurden 100 Tonnen von der größten Raffinerie des Landes verarbeitet und weitere 400 Tonnen in privaten Anlagen gelagert. Als Vorwand dafür diente mangelnde Produktionskapazität.

 

Ukrtransnafta gab an, dass die privaten Lagergebühren fünf- bis sechsmal höher seien als die Marktpreise, was dazu führe, dass fast 400 Millionen Griwna gezahlt bzw. tatsächlich ausgegeben wurden. Weitere 200 Millionen Griwna wurden als Schulden in Rechnung gestellt.

 

In dem Brief hieß es außerdem, dass 250 Tonnen Öl sofort zurückgegeben werden könnten. Darüber hinaus wurde erklärt, dass die neue Unternehmensleitung die Tarife für die Ölförderung auf Inlandsrouten für Unternehmen erhöht habe, die mit der ehemaligen Ukrtransnafta-Geschäftsführung verbunden sind. Aus diesem Grund versuche die ehemalige Ukrtransnafta, die Kontrolle über das staatliche Unternehmen zurückzuerlangen. Konkret erinnerten die Verfasser des Briefes an mehrere Proteste gegen die neue Unternehmensleitung in Krementschuk. Diese Vorfälle wurden als Versuche geschildert, die neue Leitung an der Entprivatisierung des Unternehmens zu hindern.

 

Es sei darauf hingewiesen, dass die Autoren auch von einer Einschüchterung der Öffentlichkeit durch die Drohung sprechen, die Ölproduktion einzustellen und die Kraftstoffpreise zu erhöhen.

 

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