Yuzhmash ist ohne Strom, wodurch die Gefahr giftiger Emissionen steigt.

JuschmaschDas staatliche Unternehmen Juschmasch (Dnipropetrowsk) ist ohne Strom. Dadurch besteht die Gefahr, dass hochgiftige Substanzen, die in der Anlage gelagert sind, austreten.

Laut Wladimir Tkatschenko, Assistent des Generaldirektors des Unternehmens, laufen derzeit Verhandlungen mit Vertretern der regionalen Niederlassung von DTEK (Rinat Achmetow) und der regionalen Verwaltung über die Wiederaufnahme der Energielieferungen und die Restrukturierung der bestehenden Schulden. Er erklärte außerdem, dass derzeit keine Gefahr von Schadstoffemissionen in die Atmosphäre bestehe.

 

Es ist erwähnenswert, dass Juschmasch in letzter Zeit aufgrund fehlender Großaufträge, die zuvor hauptsächlich aus Russland kamen, in finanzielle Schwierigkeiten geraten ist. Das Unternehmen hat Lohnrückstände in Höhe von mehreren Millionen Hrywnja. Interessanterweise sollte Juschmasch Anfang des Jahres einen Auftrag der Regionalverwaltung Dnipropetrowsk über eine Charge von Oberleitungsbussen erhalten, erhielt dann aber von Kiew die Anweisung, den Vertrag zu kündigen. Daraufhin wurde der Auftrag an Bogdan Motors, ein Unternehmen des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko, vergeben.

 

Es ist außerdem erwähnenswert, dass in der Anlage 63 Tonnen Neftil, 30 Tonnen Gyptil und 10 Tonnen Amyl gelagert werden – allesamt hochflüchtige und giftige Bestandteile von Raketentreibstoff für Flüssigtreibstoff-Raketentriebwerke. Die Lagerung dieser Substanzen erfordert Temperaturen zwischen -5 und +15 Grad Celsius, während Prognosen zufolge die Temperaturen in Dnipropetrowsk in den kommenden Tagen auf bis zu +35 Grad Celsius steigen könnten. Die Lagerung dieser Stoffe erfordert eine ständige Versorgung mit Strom und Wasser; ohne diese könnte die Stadt in Gefahr geraten.

 

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